Persönliches

Als Susan Vihernik wurde ich 1976 in Leipzig geboren. Nach langjähriger musikalischer Ausbildung in Klavier, Musiktheorie, Chor und Gesang, Tanz und Schauspiel, einer Berufsausbildung zur Bankkauffrau und dem Studium im Fach Musical an der Hochschule für Musik und Theater „Felix-Mendelssohn-Bartholdy“ kehrte ich Leipzig den Rücken und ging 2005 mit meinem Mann Tobias Forster, renommierter Pianist und Komponist aus Bayern, nach Dresden. Dort widmete ich mich vorerst meiner wachsenden Familie, ohne den Musicalberuf und die Unterrichtstätigkeit aufzugeben. Familiäre und künstlerische Gründe sprachen dann 2008 doch dafür, den schönen Bühnenberuf nicht länger aktiv zu betreiben und mich ausschließlich dem Ausbilden zu widmen.

Ein kleiner Ausflug in die Vergangenheit zeigt, dass vielleicht doch das eine oder andere künstlerische Gen bei mir zugeschlagen hat. In der Ur-Generation gab es eine Harfenistin und einen Trompeter, beide professionell ausgebildet. Mein Opa, Fritz Karwath war der letzte Weißclown „Caro“ der DDR und konnte Trompete spielen, moderieren und steppen. Meine Oma Helga Karwath war Tänzerin. Beide lebten das traumhafte aber sehr schwere Leben im Zirkus. Dieses ist sehr eindrucksvoll beschrieben im erschienenen Buch „Ich war ein Clown“ meines Großvaters Fritz Karwath. Mein Vater, Hendrick „Henne“ Vihernik war begnadeter Gitarrist und Beatles-Interpret, wurde aber leider komplett desillusionisiert und führte sein Talent nicht weiter aus. Meine Mutter Marion Vihernik wuchs noch im Zirkus auf und konnte voltigieren, tanzen und Akrobatik. Als Berufssängerin in der Tanz –und Unterhaltungsmusik hatte sie ein bewegtes und erfolgreiches Musikerdasein in verschiedenen damals erfolgreichen Berufsorchestern. Selbstverständlich war es auch mein Traum, mal „da oben“ zu stehen. Am meisten inspiriert haben mich aber dann doch die Tanzfilme in den 80ern, wie Fame und Flashdance. Zur Tänzerin hat es leider nie gereicht, aber tanzen wollte ich. Da kam der damals noch junge Studiengang Musical gerade recht. Weil singen wollte ich auch. Aber nicht klassisch, sondern alles, was modern ist. Schon mit 14 besaß ich ein beachtliches LP-Angebot (das waren die großen schwarzen Scheiben mit Loch in der Mitte und Musik drauf;) mit starken Sängerinnen. Ich liebte Popmusik, vor allem die Rockröhren, und tue es noch immer.

Im Studium erweiterte sich der Musikgeschmack natürlich immens. So stellte ich erst in dessen Verlauf fest, wie viele Facetten das Genre Musical hat und dass es Musicals in nahezu allen Stilen der Musik gibt. Meine angeborene Affinität zum Popmusical blieb allerdings. So sind die Musicals Aida, Rent, Fame, A Chorus line, Chicago, Der kleine Horrorladen und City of Angels meine Lieblingsstücke. Mit City of Angels eröffnete sich mir der Jazz im Musical. Das war ja fast noch spannender. Aber über allem lag mein großer Wunsch, vielseitig zu werden. Ich wollte in der Lage sein, alle Stile der Musik singen zu können und wollte tanzen und schauspielern. So fing alles an…

Jetzt, 10 Jahre später, habe ich eine neue Liebe entdeckt: das Chor leiten im Pop –und Jazzbereich. Ich fand die dafür perfekte Ausbildung und habe eine Freude daran, viel Neues und Interessantes, was im übrigen auch den Gesangsunterricht ungemein befruchtet, zu lernen und direkt an meine Schüler und Coach-Chöre –und Ensembles weiterzugeben.